Das interessante an lampworking ist, dass das Glas und das Feuer zwei Elemente sind, auf die ich mich einlassen musste. Am Anfang wollten die Elemente nicht so, wie ich es wollte. Viel Geduld und Schweiss musste ich einsetzen, und dann fanden wir doch zusammen.
Aber von Anfang an: Warum ich in den Nationalpark Bayerischen Wald zum Bild-Werk Fraunau gelangte, habe ich längeren Internetrecherchen zu verdanken. Durch Zufall fand ich die Internationale Sommerakademie 2022 und den Kurs von JULIE ANNE DENTON, der in den Semesterferien 2022 angeboten wurde. Sofort meldete ich mich, nichts ahnend worauf ich mich einließ, an.
Das Bild-Werk Frauenau ist ein regionales und internationales Forum für Glas und Bildende Kunst im Glasmacherort Frauenau im Osten Bayerns. Es bietet einen offenen, interdisziplinärern Austausch zwischen Menschen, Medien und Materialien. Die Akademie zieht Künstler aus vielen Ländern der Welt an und genießt weltweites Renommee für ihren kreativen Austausch, ihre Atmosphäre und ihr einzigartiges künstlerisches Profil. Ich fühlte mich wie in einer Künstlerakademie und im Bayerischen Wald richtig zu Hause.
Arbeitsatmosphere






In dem Kurs von Julie lernten wir unsere Fähigkeiten im Umgang mit Glas zu trainieren und verschiedene bildhauerische Techniken. Vor der Lampe ließen wir aus weichem Glas und Borro Silikatglas Figuren, Drachen, Tiere und mehr entstehen.
Das Kunstwerk

UNESCO
Immaterielles Kulturerbe: Manuelle Fertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas
„Für die Techniken der manuellen Hohl- und Flachglasfertigung sind komplexes Wissen und ein fundierter Erfahrungsschatz nötig. Die in Deutschland noch knapp 500 Träger dieses impliziten Wissens wirken dem drohenden Verschwinden des technischen Know-how durch Erhaltungsmaßnahmen entgegen“. (Quelle: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/hohl-und-flachglas). Unter ihnen auch das Bild-Werk Fraunau mit seinem nationalen und internationalen Netzwerk.