Rodin – Körper formen

Meine Auseinandersetzung mit den Malern der Englischen Romantik – insbesondere Recherchen zu der Farbe Grün – zogen mich erneut nach Basel zu einer Ausstellung der Fondation Beyeler. Dort besuchte ich Olafur Elliasons Ausstellung LIFE, in der der Künstler alle verbindet, die an einer Ausstellung teilhaben: Die Kunstinstitution, das Werk an sich, den Besucher, die unmittelbare Umwelt des Museumkontextes, die fernere Umwelt der Stadtlandschaft und – durch eine Live Übertragung – die ganze Welt.

Außerdem zeigte das Kunsthaus zusätzlich Skulpturen von Auguste Rodin und Hans Arp. Diesmal studierte ich anhand der atemberaubenden Skulpturen von Auguste Rodin Anatomie und Körpereigenschaften der figürlichen Darstellung. Diese Inspiration führte mich an die Scuola di Scultura in Peccia – in der italienischen Schweiz – wo ich, begeistert von der Anmutigkeit des menschlichen Körpers umgesetzt durch bildhauerische Fertigkeiten, einen Skulpturenkurs besuchte. In diesem Kurs fertigte ich aus schwarzem Ton, mit einem hohen Schamottenanteil, einen überlebensgroßen, männlichen Torso an. Angeleitet durch die freischaffenden Bildhauerin Annegret Maria Kon eröffnete sich mir ein dreidimensionales Schaffenserlebnis in Symbiose mit dem Material Ton.

Arbeitsatmosphäre:

Die Skulpturen von Rodin und die atemberaubende Arbeitsatmosphäre in Peccia inspirierten mich einen männlichen Torso aus Ton hohl aufzubauen. Die unglaubliche Kraft der Naturgewalten in der Landschaft übertrugen sich auf meine Arbeit, weshalb sie den Namen „Gotthard“ erhielt.

Das Kunstwerk:

Arbeiten an „Gotthard“, Ton, unten ca 70 cm Umfang, oben ca 120 cm Umfang, 75 cm hoch

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